Willkommen! / Welcome!

Hier schreibe ich (hoffentlich) etwa wöchentlich Neues von meiner Reise von Vancouver bis Buenos Aires.

Wer von Anfang an lesen will, startet hier in Vancouver und kann sich dann vorarbeiten. Wer einfach irgendwo anfangen will: Random Post.

Viel Spass beim Lesen!

To all English-speaking readers: (after the break) Weiterlesen

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Brasilien V: Rio de Janeiro II

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November 4, 2013 · 17:33

Brasilien IV: Salvador

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November 4, 2013 · 17:30

Brasilien III: Florianópolis

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November 4, 2013 · 17:29

Brasilien II: Sao Paulo

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November 4, 2013 · 17:27

Brasilien I: Rio de Janeiro

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November 4, 2013 · 17:24

Das Feuerwerk zum Schluss

Ich habe mich ewig nicht mehr gemeldet hier. Somit fehlt euch ein ganzer Monat an hochgradig relevanten Informationen über meinen Verbleib… Das hat aber seine Gründe; die da vor allem wären: ich habe im letzten Monat noch dermassen viel unternommen, dass ich einfach überhaupt nicht mehr dazu kam, hier gross etwas zu schreiben. Ich versuche mich hier jetzt noch an einem punktuellen Resümee (Resumé?). Wie gewohnt fasse ich mich sehr kurz (trolol.) Nein, diesmal ernsthaft. Ich könnte Seiten mit unterhaltsamen Anekdoten füllen von den letzten paar Wochen, aber das lohnt sich jetzt irgendwie nicht mehr… darum nur etwas langweilige Blabla „ich mache dies und ich mache das“-Kost, damit das wenigstens gesagt wurde.

Angefangen am 27. Dezember flog ich, obwohl ich das eigentlich schon fast abgeschrieben hatte, nach Chile, um das neue Jahr in Valparaiso zu erleben (das habe ich ja immerhin schon geschrieben.) Dort blieb ich dann schlussendlich bis zum 4. Januar… das war gar nicht so geplant, aber wir hatten einfach eine tolle Zeit dort… Danach fuhr ich ohne Plan, wohin es als nächstes gehen würde, zum Flughafen Santiago und entschied mich dann dort, einen Flug nach Iguazu zu kaufen. Retour, da das günstiger ist als one way; UND günstiger als von Buenos Aires zu fliegen. (Schaut mal auf die Karte.)

Somit bestaunte ich dann 3 Tage lang mit einem Kanadier und einem etwas irren Argentinier, aus dem wir nicht wirklich schlau wurden, die imposanten Wasserfälle. Und weil es ja quasi am Weg liegt, ging es danach zur letzten Station, Südpatagonien, für 2 Wochen. Das war echt noch die absolute Krönung meiner Reise. Was bin ich froh, dass ich meinen Rückflug noch etwas hinausgeschoben habe… Vom Moment an, als ich in El Calafate aus dem Flugzeug stieg und der patagonische Wind durch meine Haare wehte, bis zum Rückflug aus der südlichsten Stadt der Welt, Ushuaia, 2 Wochen später, an meinem Geburtstag, hatte ich einfach nur eine Bombenzeit. Perito Moreno, Gletscherhiking, El Chaltén mit dem Cerro Fitz Roy (und trotz den komischen Thunder-Fliegen, die dir dort wie die Feen in Zelda permanent um den Kopf schwirren), und Torres del Paine auf der chilenischen Seite, sowie ein leider nur noch administrativer Stopp in Ushuaia… fantastische Natur, absolut umwerfendes Wetter (in einer Gegend, wo die Leute normalerweise trotz des Wetters hingehen), aber nicht zuletzt auch all die Leute, die Abende im Che Lagarto in El Calafate, Fernet, Truco, und meine Reisebegleiterin Ana Paula, ohne die die 5 Tage auf dem W-Trek in Torres del Paine nicht halb so viel Spass gemacht hätten, machten Patagonien zu einem unvergesslichen Erlebnis und zur besten Zeit meiner ganzen Backpacker-Karriere.

Die letzten Tage habe ich dann noch in Buenos Aires verbracht, mit den Dobovseks Janas und meinen Geburtstag gefeiert, und eigentlich sonst nicht mehr besonders viel gemacht, die Zeit etwas zum Entspannen genutzt, da die Patagonienwochen doch ziemlich anstrengend waren, und ein paar „white areas“ auf meiner Buenos-Aires-Karte aufgefüllt und Checklist-Punkte komplettiert. (Und, nicht zu vergessen, fast an der Hitze verreckt.) Am Sonntag fliege ich zurück; morgen gibt es noch einen letzten Action-Tag mit einem Ganztages-Ausflug nach Mar del Plata, wo wir den Tag am Strand verbringen (was übrigens ganz Buenos Aires derzeit macht; die Stadt ist vergleichsweise leer, dementsprechend voll wird der Strand sein) und abends Fussball gucken. Drückt mir die Daumen, dass wir am Sonntagmorgen halbwegs rechtzeitig zurückkommen; sonst müsst ihr noch länger auf mich warten, weil ich den Flug verpasse…

Cheers

(Fotos schiebe ich irgendwann noch hinterher. Die müssen auch alle noch sortiert werden… Werde ich dann in meiner Freizeit in der Schweiz machen müssen. Wie so vieles anderes auch. Das wird ein lustiger Start, wenn ich zurückkomme…)

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Salta, San Pedro und Salzwüste

Da ich (wie das ganze Hostel) den 1. Januar ziemlich immobil und mit der typischen emotionalen Instabilität des Hangovertags verbringe, kann ich ja gleich gut etwas Blog schreiben… (Randbemerkung: Silvester in Valparaiso ist awesome.)

Also, ich fasse mich einigermassen kurz.

Ich hatte zwei Tage in Salta (schöne Stadt) und Cafayate (bang! umwerfende Natur) Danach bin ich mit dem Bus rüber nach Chile, San Pedro de Atacama. Die Fahrt ist 10 Stunden und tagsüber. Ich halte üblicherweise nicht viel von „szenischen Busfahrten“ – normalerweise sind sie erstens weniger szenisch als man es sich vorstellen würde, und zweitens halt eben doch vor allem Busfahrten, Szenerie hin oder her. Muss aber sagen, dass ich doch recht beeindruckt war – ok, gegen den Schluss zieht es sich etwas, aber die Steigung aus argentinischer Seite ist echt der Hammer.

OK, nach San Pedro wollte ich eigentlich nur darum, um von dort aus die klassische Tour in die Salzwüste Uyuni (Bolivien) zu machen. Allerdings hatte ich schon so halb vernommen, dass es Probleme gäbe – die Bolivianer streiken wieder mal an der Grenze und man kommt nicht durch. Äh. Toll. Gibt natürlich auch in San Pedro selber jede Menge anzusehen; ich konnte dann aber eine alternative Tour organisieren, die über eine andere Grenze fährt. In San Pedro selber war ich noch Sandboarden (und das ist tatsächlich gar nicht so schwer) und in der Valle de la Luna (awesome sunset). Da ich etwas kulturelle Schuldgefühle hatte, dass ich Sandboarden war, statt auf eine archäologische Exkursion zu gehen (und weil es draussen sauheiss war), besuchte ich noch kurz das anthropologische Museum. Naja… Die Sache mit anthropologischen und archäologischen Museen ist, dass sie irgendwie gar nicht so abwechslungsreich sind. Man nehme: ein paar Speerspitzen, Steine mit ein paar Rillen, Tonscherben und Textilresten; und die Beschreibung lautet: die Leute haben zuerst gejagt, später sind sie sesshaft geworden und haben Tiere gehalten und Getreide angepflanzt. Das ganze könnte man eigentlich als Set verkaufen „Do your own museum“, mit vorgedruckten Infoschildern, wo man nur noch den Namen des Volkes und die Jahreszahlen einfüllen muss (evtl. noch die passende Naturgottheit, die damals zentral für die Bevölkerung war.) Eine etwas merkwürdige Modern-Art-Sektion rundete das Museumserlebnis ab…

Whatever, jedenfalls ging es dann nach Bolivien. Da die normale Grenze (40 min von San Pedro) ja geschlossen war, durften wir einen Umweg fahren – was bis zur Grenze 6 Stunden sind. Mit einem normalen (etwas alten) Kleinbus auf „Strassen“, für die er absolut nicht vorgesehen ist. Boah, mein Rücken. In Bolivien splittete die Gruppe dann auf 2 Jeeps und begann quer durchs Land zu fahren – erst auf Strassen, später Offroad, aber das macht eigentlich gar nicht so einen Unterschied in Bolivien. Sie haben nicht wirklich Strassen. Während unsere Tour in situ etwa 5 Mal umorganisiert wurde, weil jede neue Information, die von irgendwo kam, in der Regel das exakte Gegenteil der alten Information war, haben wir uns dann diverse Lagunen angeschaut, z.B. einige Hochlandlagunen und die bekannte Laguna Colorada – was schon ziemliches Glück war. Ein Teil der Lagunen ist nämlich in einem Reservat, was von 2 Dörfern kontrolliert wird. Und die haben gerade Beef miteinander, weil das eine Dorf mehr Geld will als das andere. Resultat: man kommt nur auf einer Seite rein und darf nicht auf der anderen Seite wieder raus, und man kann nichts anschauen, was von Dorf 2 kontrolliert wird. Andere Gruppen wurden sogar gar nicht mehr reingelassen… Danach fuhren wir los zum eigentlichen Salar, was doch nochmal ca. 6 Stunden Fahrt sind, an einigen gar nicht so sehenswerten Dörfern und an Lamas (die Tiere werden nicht schöner, wenn es viele sind…) vorbei. Währenddessen ging beim zweiten Jeep der Generator kaputt, sodass ihre Autobatterie nicht mehr lud. Also verbrachten wir den halben Nachmittag damit, Batterien hin- und herzuwechseln. Der andere Jeep bekam unsere Batterie und fuhr solange, bis sie leer war, während wir die andere Batterie hatten und fuhren, um sie aufzuladen, um sie wieder den anderen zu geben; wash, rinse, repeat. Irgendwann kamen wir aber tatsächlich noch in Uyuni (was für ein grottiges Kaff) und beim Salar an (wow). Siehe Fotos. Am nächsten Morgen um 7:30 bolivianischer Zeit (also um 9 Uhr) fuhren wir dann zurück in Richtung Chile. Das waren 3 Stunden bis zur Grenze. Dann 3 Stunden Wartezeit an der Grenze selber (bleeeeh) und wieder zurück nach San Pedro mit dem Rüttelbus, der noch irgendwie ein Leck hatte, sodass es ständig Sandstaub in den Bus windete. Unter diesen Umständen ist es der Laune zuträglich, in unterhaltsamer Gesellschaft zu sein – ein deutsches Pärchen, das schon weit herumgekommen ist, hat gut zu einer positiven Grundstimmung beigetragen 🙂

Randbemerkung – Bolivianer kennen echt nichts, wenn es ums Lügen geht. Da kann dein Tourguide vor einem Schild stehen, wo gross draufsteht „Isla Incahuasi“, und er wird dir trotzdem drei oder vier mal sagen „Das ist die Isla del Pescado, und sie heisst so, weil sie aussieht wie ein Fisch.“ (Die Isla del Pescado ist ein paar Kilometer weiter…) Alter. Schau, das Schild. Da steht was drauf!

Das war dann der 24. Dezember; ich kam also zurück nach San Pedro, und konnte quasi direkt an eine Weihnachtsfeier; zwei Brasilianerinnen, mit denen ich zuvor in San Pedro unterwegs war, hatten unterdessen mehr Kollegen gemacht und sich bei einer Tourguide zuhause einladen lassen. Damit verbrachte ich Weihnachten mit 10 Brasilianer/innen, einer Italienerin und der chilenischen Tourguide vor allem damit, Wein und Pisco zu trinken und kein Portugiesisch zu verstehen. In Brasilien wird scheinbar sehr viel getanzt – entsprechend gibt es drölfzig verschiedene Tanzstile, von denen jeder mindestens die Hälfte kann… Ist dann etwas schwierig, wenn man aufgefordert wird, mal Schweizer Musik zu spielen. Ich habe den Gölä auf Youtube laufen lassen – und dann kommt die Frage: „wie tanzt man das?“ Hey: wir sind Schweizer! Wenn wir tatsächlich einmal tanzen, bewegen wir uns auf halbwegs lächerliche Art und versuchen, so zu tun, als ob wir echt mega locker und südländisch oder whatever wären. (Mal abgesehen von komischen Menschen, die Volkstänze tanzen.) Tut mir leid, ich kann euch echt nichts beibringen, wenn es ums Tanzen geht…

Das war es dann auch schon wieder aus San Pedro; ich fuhr dann zurück nach Salta  (die Rückfahrt sieht erstaunlich ähnlich aus wie die Hinfahrt), wo ich noch zwei Tage blieb – dann ging es wieder zurück nach Buenos Aires auf der Suche nach neuen Wegen, um mir die Zeit um die Ohren zu schlagen 🙂

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